SOKOS















Ordnungspolizei auf.
Nach dem Zusammenbruch von 1945 und der Wiedererrichtung der Republik Österreich wurde 1945 die Bundesgendarmerie wieder organisiert und ein Gendarmeriekommando eingerichtet. Im Jahre 1952 wurde eine Unterorganisation der Gendarmerie aufgestellt, nämlich die B-Gen- darmerie. Sie rekrutierte sich vorwiegend aus jungen Polizisten und Gendarmen, alles ehemalige Soldaten des 2. Weltkrieges. Österreich war nämlich bis zum Staatsvertrag 1955 untersagt, ein eigenes Heer zu halten. Insbesondere auch wegen des inzwischen "kalten Krieges" zwischen Ost und West wurde mit Wissen und Unterstützung der Amerikaner, der Engländer und der Franzosen daher eine Heereseinheit mit dem Namen "B-Gendarmerie" aufgestellt und war der Vorläufer unseres Bundesheeres. Die Waffen und Fahrzeuge kamen ausschließlich aus amerikanischen, engli- schen und französischen Beständen bzw. Beute- waffen der deutschen Armee. (Eigener Bericht zur B-Gendarmerie folgt).
Die Bundesgendarmerie war für alle Teile Österreichs sachlich zuständig, außer für die Bundeshauptstadt Wien und sieben Landeshaupt- städte (außer in Vorarlberg), sowie sechs weiteren großen Städten, nämlich in Villach, Leoben, Wels, Steyr, Schwechat und Wiener Neustadt, wo Bundespolizeidirektionen bestanden und diesen die Sicherheitswache als Exekutivkörper beigegeben war. Die großen Städte in Vorarlberg, Dornbirn, Feldkirch und die Landeshauptstadt Bregenz hatten und haben jeweils eine eigene Stadtpolizei, für die staatliche Bundessicherheit war in diesen Städten die Gendarmerie zuständig.